Es ist einfach..so erschreckend einfach.
Es. Essstörung. Anorexie. Ana. EDNOS.
Whatever.....
Aber genau das ist das problem...
Die einfachheit. Weil man nichts tun muss.
Man muss etwas NICHT tun.
Und doch tut man wohl mehr als im gesammten Rest seines Lebens.
Es fängt früh an. War immer schon da, im Kindesalter.
In den Serien die man damals sah, 'Full House' und Reportagen über Magersucht auf BBC.
Man hat es mit 3 oder 4 Jahren natürlich nicht erkannt. Konnte damit nichts anfangen.
Hat nicht darauf geachtet. Gar nicht,
Aber rückblickend kann man so sagen es war immer schon da. Hat sich von hinten angeschlichen, Ganz heimlich ganz ekelhaft.
Mit 6 hatte man ein gewisses Verhalten. Wenn es Streit gab dann shcob man den teller weg.
Argumentation mit der Mutter.
Man wusste man kam nicht dagegen an.
Die Antwort war 'Dann esse ich dein essen nicht!'
NICHT um abzunehmen..
NICHT weil man dick war....
NICHT weil man Angst vorm essen hatte...
...einfach nur weil man wusste man verletzt damit...
Einige Stunden später hat man wieder gegessen. Der Streit war beigelegt, vergessen.
Aber diese Momente, dieses gewisse Verhalten in extremen Situationen so zu handeln ist geblieben.
Irgendwie ganz hinten Im Kopf.
Und irgendwann kommt es dann wieder durch....
Jahre später. Aus völlig anderen gründen.
Aber es ist gelernt, antrainiert..von ganz früher an.
War immer schon da und hat gelauert.
Eine vielzahl von möglichen Verhaltensweisen in bestimmten Situationen lagen parat, lange gelernt irgendwo im Hirn vergraben...
Eine schafft es irgendwann hervorzudringen. Eine gewinnt.
Seltektion.
Nicht die klügste und wahrlich nicht die beste...aber eine Art dessen was man mal gelernt hat gewinnt.
In dem fall war es Ana.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen